An Ostern

 

Für unsere Ostern-Tour hatten Sigi und ich uns den Odenwald ausgesucht. Ein preislich interessantes Hotel-Angebot in Oberzent hat uns gut gefallen, so dass wir am Freitag mit unserem Jeepchen starten konnten. Auf dem Hinweg haben wir einen Zwischenstopp in Rothenburg o.d.T. eingelegt, ein immer wieder sehenswertes Städtchen. Da wir Zeit hatten, sind wir auf der Landstraße nach Bad Wimpfen gefahren, um uns auch dieses Städtchen anzuschauen. Das alte Fachwerk in der Altstadt ist wunderschön, leider war es noch windig und ziemlich kühl.

 

Am Neckar entlang bogen wir dann irgendwann ab und erreichten auf kurviger Landstraße den hoch gelegenen Ort Kortelshütte. Nach dem Einchecken im Hotel „Zum weißen Lamm“ haben wir uns ein gutes 3-Gänge-Menü schmecken lassen. Am Ostersamstag sind wir zuerst nach Schwetzingen gefahren, um uns mit Steffen zu treffen – ihn kennen wir aus unserer Hilux-Vibes-Gruppe und diversen Ranch-Besuchen. Er hat uns seine Heimatstadt gezeigt mit dem schönen Schloss und der zahlreichen Gastronomie davor. Nach einem gemeinsamen Kaffee haben wir uns dann auf den Weg ins nicht weit entfernte Heidelberg gemacht. Eine wunderschöne Stadt, die wir bis dato noch nie besucht hatten. Die riesige, langgezogene Fußgängerzone ist sehr sehenswert mit viel Gastronomie und Kneipen, es war echt viel los, richtig Multikulti. Die Brücke über den Neckar mit Blick auf das hoch über dem Tal gelegene Schloss ist auf jeden Fall ein Muss! Leider war so viel Andrang für das Schloss, dass wir beschlossen haben, das auf unseren nächsten Besuch zu verschieben. Über Umwege und kleine Sträßchen sind wir zurück gefahren zum Hotel, wo wieder ein hervorragendes Abendessen auf uns wartete.

 

Am Ostersonntag haben wir uns auf die Suche nach den Überbleibseln römischer Besiedelung gemacht. Dort findet man entlang der ehem. Grenzbefestigung, dem Limes, noch genug Artefakte. Bei Osterburken haben wir ein ehemaliges Kastell besucht, dazu noch einen nicht weit davon entfernten Wachtturm. Der weitere Weg hat uns nach Miltenberg an den Main geführt, bei gutem Wetter und Sonnenschein sind wir durch die mittelalterliche Fußgängerzone gebummelt, haben uns ein Bierchen im Freien schmecken lassen. Ein Besuch des Englischen Gartens bei Eulbach lag eh auf unserem Weg, also haben wir uns die Freigehege mit Wisenten, Schwarz- und Rotwild angeschaut, eine kleine Burg erklommen und die Überbleibsel der Römer angeschaut. Über die Höhenzüge des Odenwaldes sind wir zurück zum Hotel.

 

Leider ist so ein Kurzurlaub schneller vorbei, als man schaut. Dennoch haben wir die Zeit gut genutzt und viel angeschaut. Eine schöne Gegend mit netten Fachwerkstädtchen, vielen Tälern und letztlich dem schönen Neckartal entlang der Burgenstraße. Bei gutem Wetter sind wir am frühen Nachmittag wieder in der Oberpfalz eingetroffen. (Jürgen Krauß)