Roadbooktour Oberpfalz im Januar
Vor einiger Zeit habe ich mir mal den aktuellen Offroad-Atlas schicken lassen. Darin enthalten sind Roadbook-Touren aus vielen verschiedenen Ländern, eine interessante Sache. Beim Durchblättern habe ich gesehen, dass sogar drei Touren hier bei uns in der Oberpfalz dabei sind! Nicht mal weit weg von mir, das musste natürlich mal getestet werden.
Man sucht im Buch die Tour mit Landkarte und einem kleinen Text, scannt den QR-Code und hat dann die Tour am Smartphone. Klappt wirklich prima!
Zusammen mit Tim und Carina haben wir uns auf den Weg gemacht, um zwei der Strecken zu suchen und zu befahren. Es handelt sich dabei um öffentlich zugängliche, nicht befestigte Wege. Nix krasses, aber eingebettet in die Landschaft unserer Heimat durchaus mal interessant! Den Einstieg in die Tour fanden wir leicht. Ein unbefestigter Waldweg führte leicht bergauf durch bewaldetes Gebiet, vorbei an Weiden. Normalerweise keine Herausforderung und auch für SUV´s locker machbar. Bei uns war der Weg jedoch aufgrund des Schneefalls und der anhaltenden Kälte gefroren und stark vereist, was ein versetztes Fahren notwendig machte. Man merkte sofort, wenn man auf der vereisten Fahrspur vorankommen wollte, dass alle 4 Reifen durchdrehten und der Grip fehlte – unabhängig von der Bereifung!
So ging es einige Kilometer leicht bergan. Irgendwann versperrte uns ein Stock im Weg die Weiterfahrt. Als ich ausstieg und den entfernte, kam der Amarok ins Rutschen und Tim hatte keine Chance, den Pickup aufzuhalten! Gottseidank bremste er sich nach ca. 50 Meter selbst ab und kam zum Stehen – eine Schrecksekunde, die auch anders hätte ausgehen können! Im nächsten kleinen Dorf gelangten wir wieder auf Asphalt und beratschlagten, ob es Sinn machen würde, weiterzufahren. Das Höhenprofil der Strecke sagte weiter Steigungen und Gefälle voraus, so dass wir uns entschieden, die Tour abzubrechen und irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt ohne Vereisung nachzuholen. Lieber mal aufgeben als die Pickups zu schrotten!
Wir beschlossen, die nächste Tour anzugehen. Die startet 14 Kilometer entfernt in Gebenbach. Dort lag weniger Schnee und die Vereisung war auch bei Weitem nicht so krass, die Piste gut zu befahren. Eine steile Abfahrt konnten wir dank langsamer Fahrweise und einseitig griffigem Untergrund gut befahren, eine Hauptstraße überqueren und dann danach auf Feldwegen weiterfahren. Es ging vorbei an Sand- und Kiesgruben, irgendwann entschieden wir uns, rechts abzubiegen und den unbefestigten Weg nach Großschönbrunn zu nehmen. Dort begann nach etlichen Kilometern Schotterweg wieder die Teerstraße. Eine schöne Tour – wie gesagt, im Sommer keine Herausforderung, aber hat trotzdem Spaß gemacht!
In Kleinschönbrunn ist die recht neue Bierwirtschaft „Hüthäusl“, dort beendeten wir die Tour und sind eingekehrt. Eine tolle Location, schön restauriert, mit netten Wirtsleuten, die sich schon Gedanken machten, ob wir Jäger wären mit unseren Pickups! Zu sehr humanen Preisen gibt es dort Bier, Kaffee, Kuchen und Brotzeiten – im Sommer mit Biergarten. Da werden wir auf jeden Fall wieder vorbeischauen! (Jürgen Krauß)