am 21. März 2026
Am Samstag, den 21. März war ich mit einigen Stoapfälzer-4Wheelers-Vereinskameraden beim Familienfest und der Fahrzeugpräsentation beim Autohaus Ackermann in Altenstadt. Als wir Mittag ankamen, war schon einiges los: Getränke, Steak-, Bratwurst- und Wildbratwurstsemmeln, verschiedene Stände rund ums Autohaus und natürlich die Autos der verschiedenen Marken von Mitsubishi und Suzuki. Ziemlich neu im Programm jetzt auch Fahrzeuge der chinesischen Hersteller BAIC, DFM (Dongfeng) und natürlich der Star der Show, der BAW 212.
Mit den beiden Dongfeng-Pickups Rich 6 und Rich 9 habe ich ja schon eine Testfahrt hinter mir und auf unserer Homepage vorgestellt. Jetzt konnten wir erstmals auch den BAIC BJ 30 und BJ 40 in Augenschein nehmen. Ersterer ein Vollhybrid und mehr das SUV der Marke, während der BJ 40 schon mehr Geländewagengene hat und doch recht wuchtig vor einem steht! Auffällig sind bei näherer Betrachtung sowohl die rahmenlosen Türen als auch das riesig wirkende Tablet im Innenraum. Mit seinem Benziner ist er eine interessante Alternative, wenn man keinen Diesel möchte.
Neugierig waren wir natürlich auf den BAW 212. Der wurde ja schon im Internet groß angekündigt und kommt in Kleinserie mit einem 2.0 Liter Diesel und 160 PS zu uns. Auf der Fahrzeugpräsentation hatte der Generalimporteur einen Benziner mitgebracht, der jedoch (noch) keine Zulassung bei uns hat. Was nicht ist, kann ja eventuell noch werden. Wir hatten Zeit, uns den BAW 212 genauer anzuschauen. Optisch ein Geländewagen der alten Schule, der von vorne ein wenig an längst vergangene Generationen des Nissan Patrol oder Jeeps erinnert, nur halt im letzten Fall nicht mit senkrechten, sondern waagrecht stehenden Kühlerrippen. Von der Seite betrachtet wirkt er wie ein Mix aus Wrangler, Mercedes G, Landrover New Defender oder Ineos Grenadier. Auch das Heck klassisch: Steil und gerade abfallend mit außenliegendem Reservereifen. So eine Optik kommt an, dazu der unschlagbare Preis von 40000 Euro. Eine Komplettkonservierung ist sinnvoll und erforderlich und wird für 1200 Euro angeboten, sollte man auf jeden Fall dazunehmen!
Öffnet man die Fahrertür, klappt ein Teil des Schwellers nach unten und wird zum Trittbrett. Nettes Gimmick, vor allem im Falle eines höhergelegten und mit größeren Reifen versehenen BAW – die Zubehörindustrie arbeitet schon fleissig an Zubehör. Nimmt man hinter dem Steuer Platz und blickt nach vorne, wird man erinnert an alte Jeep-Zeiten mit nach vorne zulaufender Motorhaube und kleiner Frontscheibe. Sonst ist alles sehr modern. Die Verarbeitung mit dem Leder macht auf den ersten Blick keineswegs einen billigen Eindruck, alles scheint wertig und stabil. Viele manuelle Knöpfe sind ein Segen, wenn man sich nicht erst durch drei Menüs arbeiten möchte! Der Einstieg in die zweite Reihe ist etwas eng geraten, für unseren Basti mit seinen 2 Metern lichter Höhe durchaus sportlich. Hat man die zweite Reihe erst mal erklommen, ist aber genügend Platz vorhanden, um bequem auch auf längeren Strecken sitzen zu können.
Der BAW sieht nicht nur optisch nach Geländewagen aus, er hat alle Voraussetzungen, die im Offroad-Bereich wichtig sind und unser 4x4-Herz erfreuen: Leiterrahmen, übersichtliche, kantige Karosserie, Untersetzung, Sperren und ein robust wirkendes Fahrwerk. Und eine serienmäßige Seilwinde! Wer bietet das sonst? Der Suchscheinwerfer auf der Fahrerseite ist ein nettes Gimmick, das sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen wird – aber da kann man ja Abhilfe schaffen. Alles in allem sieht man ja an der derzeitigen Nachfrage, dass eine solche Optik gepaart mit einem bezahlbaren Preis noch lange nicht ausgedient haben! Ich denke, wenn er hält, was er verspricht, wird er seinen Weg machen! Dazu noch ein guter regionaler Händler, da werden in nächster Zeit vielleicht einige BAW 212 auf unseren Oberpfälzer Straßen zu sehen sein!
Wir hatten Gelegenheit, länger sowohl mit dem Chef des Autohauses als auch mit der Generalimporteurin der chinesischen Fahrzeuge mit Sitz in Thüringen zu sprechen, war jedenfalls sehr interessant! Leider war das Wetter kalt und wenig frühlingshaft, so dass wir nach zweieinhalb Stunden zum Zoigl mit Brotzeit weitergefahren sind! Alles in allem aber ein – denke ich – doch gelungenes Fest für das Autohaus Ackermann! (Jürgen Krauß) Link zur HP: autohaus-ackermann.com