Ende August / Anfang September

Vor uns liegen zwei Wochen Italien. Eine Woche Toskana, dann wechseln wir nach Umbrien. Über den Brenner geht es gut voran bis zur ersten Zwischenübernachtung im Hotel „Sachsenklemme zwischen Sterzing und Brixen. Sehr schön dort, eigene Brauerei, gutes Essen, schöne Zimmer und gutes Frühstück. Wir kommen bei Regen dort an und probieren die Spezialitäten des Hauses, dazu selbstgebrautes Bier.

 

Samstag geht es dann weiter auf der Brennerautobahn Richtung Süden. Bis Verona ist wirklich sehr viel Verkehr, es kommt immer wieder zu kleineren Staus. Wahnsinn, was da so in den Süden rollt! Die Temperatur klettert auch rasch von kühlen 11 Grad morgens auf 30 Grad! Über Mantua und Florenz erreichen wir unser erstes Ziel, den Campingplatz Le Pianacce bei Castagneto Carducci. Sehr schön dort, nach einem sehr freundlichen Check-In zeigt man uns den Weg hinauf in unser Mobilheim, das steil am Berg liegt. Für tiefergelegte Fahrzeuge wird’s hier um die Kurven brenzlig, die Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen sind weiter unten, doch auch da erreicht man nicht jeden Stellplatz mit einem größeren Gespann! Es hieß, wir können zum Mobilheim fahren, allerdings ist der Schotterweg steil und eng, ich brauche tatsächlich den Allrad, um rückwärts zurück zu fahren auf den Parkplatz!

 

Ansonsten ist alles da: Restaurant, zwei Pools, ein Market, viele Mobilheime auf verschiedenen Ebenen, manche liegen sehr steil am Hang. Wir blicken von unserem direkt gegenüber auf das Bergdörfchen Castagneto Carducci, von den Bewohnern neben uns kriegen wir nichts mit. Ab Nachmittag haben wir auch Schatten unter den großen Bäumen, perfekt! Wir essen abend im Restaurant, alles gut und preislich auch wirklich nicht übertrieben teuer!

 

Sonntag fahren wir Richtung Meer nach Cecina. Dort ist Markt und viel zu viel los, um irgendwo einen Parkplatz für unseren Hilux zu bekommen! Also fahren wir lieber weiter nach Montescudaio und am Rückweg dann nach Castagneto Carducci. Das Dörfchen hat eine kleine Fußgängerzone mit ein paar wirklich schönen Locations, dazu den herrlichen Blick hinunter auf den Campingplatz und hinüber bis zum Meer! Wir lassen uns einen Vino schmecken und fahren dann wieder hinunter zum Campingplatz.

 

Montag klettert das Themometer auf 32 Grad bei strahlend blauem Himmel. Auf kleinen Nebensträßchen fahren wir nach Massa Marittimo, das liegt wie viele andere Städte auf einem Hügel und ist ein typisch toskanisches Städtchen mit nettem Flair. Danach fahren wir weiter nach Saint Galgano und schauen uns die älteste Zisterzienser-Abtei der Toskana an. Auch wenn das Dach der Abtei schon lange fehlt, sie ist wunderschön! Zurück geht es wieder auf Nebenstraßen nach San Vincenzo, hier waren wir 2010 schon mal auf dem Albatros-Camping. Wir kaufen ein und dann wartet der Pool auf uns, herrlich! Nachts zieht ein Gewitter mit viel Regen über uns hinweg.

 

Die Wolken der Nacht verziehen sich schnell. Wir steuern Volterra an, aber wieder auf Nebenstraßen. Das Toyota-Navi möchte wohl Pisten fahren, denn irgendwie landen wir nach einer falschen Abbiegung auf einem Schotterweg und fahren den etliche Kilometer entlang, bevor er so schlecht wird, dass wir umdrehen müssen und dafür eine andere Piste nehmen, die uns letztlich wieder auf den eigentlich gewollten Weg lotst! Manchmal sind solche „Abkürzungen“ ja gar nicht so schlecht! Und Touristen werden sich hierher wohl kaum verirren! Volterra liegt hoch oben am Berg, ist nicht unser erster Besuch dort. Es ist immer wieder schön, durch die alten Gassen zu schlendern, auch wenn dort immer relativ viel los ist.

 

Danach zieht es uns ans Meer. In Cecina ist der Markt vorüber und es ist nicht schwer, einen Parkplatz zu bekommen. Nach ein paar Metern ist man am Strand, und wir sind erstaunt, dass gar nicht so viel los ist! Wir schlendern Barfuß durchs Wasser und trinken dann an einer Strandbar etwas mit herrlichem Blick aufs Meer! Abends grillen wir bei total angenehmen Temperaturen auf der Terrasse unseres Mobilheims.

 

Am Mittwoch fahren wir in die Maremma nach Grosseto. Auch dort waren wir schon mal, ein schönes Städtchen mit viel italienischem Flair, das nicht ganz so überlaufen ist. Die Stadt hat immerhin 80000 Einwohner, trotzdem keine Touristenmassen. Ein Kaffee am Marktplatz. Es ist heiß, also wartet der Pool auf uns, sehr angenehm!

 

Donnerstag klettert das Themometer auf schwülwarme 36°. Wir schauen uns Vormittag das kleine Dorf Bolgheri unweit unseres Platzes an. Ein sehr altes Dorf, wunderschön hergerichtet, mit Shops und toller Gastronomie. Wir fahren weiter an den Hängen entlang, bis wir vor Livorno wieder ans Meer kommen und dort entlangfahren. Teilweise wunderschöne Blicke aufs Meer!

 

Am Freitag ist es bei 90% Luftfeuchtigkeit schon morgens richtig schwül, gut, dass wir eine Klimaanlage mit gebucht hatten! Schon allein der Weg zum Shop und wieder hinauf zu unserem Mobilheim treibt einem den Schweiß auf die Stirn, das ist schon fast ein wenig too much. Da heute der letzte Tag ist, lassen wir den ruhiger angehen und fahren noch mal hinauf nach Castagneto Carducci. Dort ist es wenigstens etwas angenehmer, wir trinken einen Wein und einen Espresso, abend gehen wir noch mal Essen am Campingplatz-Restaurant und lassen uns eine Pizza schmecken.