Juni /Juli 

 

Meine lieben Stoapfälzer. Es ist soweit für den Reisebericht. Dieses Jahr hat es uns mal wieder in den hohen Norden verschlagen. Der Weg ging über Finnland zum Nordkap und über Norwegen zurück Richtung Heimat. Dieser Traum brodelte schon lange in uns, doch glaubten wir nicht daran, dass dieser so schnell und mit Dachzelt in Erfüllung ging. Die Vorfreude war riesig und wir konnten den Start kaum abwarten.So jetzt viel Spaß.

Tag 1 26.06

Heute sollte das 3 Wochen Abenteuer beginnen. Um 12 Uhr starteten wir den Motor und es ging Richtung Travemünde, wo unsere Fähre nach Helsinki ging. Die Fahrt war der Horror. 7 Stunden für 550 km, plus 40 Grad. Zum Glück gibt es ja Klimaanlagen. Da wir mehr als genug Zeit hatten, haben bei dem Griechen „Syrtaki“ in Lübeck einen Tisch bestellt um uns zu stärken. Sehr zu empfehlen. Danach ging es dann zum Hafen um an der Fähre einzuchecken. Jetzt hieß es warten bis wir auf die Fähre dürfen.

Tag 2 27.06

Um ca. 1 Uhr war die Wartezeit vorbei und wir dürfen auf die Fähre. Auto parken, Strom anschließen und ab auf die Kabine. Nach kurzer Orientierung noch zur Bar und einen Absacker, das muss einfach sein. Die Abfahrt der Fähre um 2.30 Uhr haben wir schon nicht mehr mitbekommen. Da waren wir in süßen Träumen. War auch ein langer Tag. Jetzt lagen 30 Stunden Wasser bis zur Ankunft in Helsinki vor uns. Nach einer kurzen Nacht ging es zum Frühstück. Man kann nur sagen, alles da was man braucht. Die See war ruhig und das Wetter war herrlich, was uns sehr zu pass kommt, also erst mal alles erkunden und im Duty Free das gute Lapin Kulta kaufen. Mittags gab es einen kleinen Snack und am Nachmittag mussten wir uns doch nochmal hinlegen. Das Buffet am Abend ließ auch keine Wünsche offen und danach konnte man den Sonnenuntergang mit einem leckeren Drink an Deck genießen. Jetzt kann man zufrieden in die Koje gehen.

Tag 3 28.06

Die Nacht war gut und ruhig. Nochmal das Frühstück an Bord genießen, bevor die Fähre in Helsinki anlegt und wir die Straßen Finnlands unter die Räder nehmen. Es ging auf der E18 Richtung Osten, weiter auf der 6 Richtung Kouvola und dann auf der 15 bis Ristiina. Die Landschaft war schon herrlich und der Anfang gefiel uns schon sehr gut. In Ristiina machten wir noch bevor es auf den Campingplatz ging einen Stopp zum einkaufen. Dort trafen wir ein sehr nettes Finnisches Pärchen, die uns auf unser Auto ansprachen und wir hatten ein langes Gespräch. Natürlich musste das erste Lakritzeis auch sein. Nun ging es auf unseren ersten Campingplatz „Löydön Kartano“. Dieser liegt im Wald direkt am See. Ein schöner Platz, nur die Sanitäranlagen waren etwas in die Jahre gekommen. Duschen waren alt, aber o.k. Da war wieder unser Glück der eigenen Toilette. Abends den Grill angeschmiessen und später kletterten wir glücklich ins Dachzelt.

Tag 4 29.06

Unsere erste Nacht in Finnland war recht entspannt. Nachdem wir unser Frühstück genossen hatten, hieß es zusammen packen und weiter geht’s. Es ging über Nebenstraßen, Schotterpisten und da wo die Straße am Wasser endete, sogar mit einer Minifähre weiter. Die Landschaft war wieder Atemberaubend und wir machten in Savonlinna einen kleinen Zwischenstopp um uns die Burg „Olavinlinna“ anzuschauen. Vorher hatten wir in Juva noch unsere Vorräte und den Tank aufgefüllt. So nun sollte es weiter gehen zu unserem nächsten Übernachtungsplatz „Camping Oravi“. Ich würde sagen für eine Nacht o.k. Stellplätze ausreichend groß. Sanitäranlagen gehören auch zur Marina dazu, deswegen hoch frequentiert. Das Restaurant und ganz besonders die Pizza mit Elchfleisch sind auf jeden Fall zu empfehlen. Den Abend ließen wir unter unserer Markise mit dem ein oder anderen Getränk ausklingen.

Tag 5 30.06

Heute Morgen hat es wieder erwarten geregnet. Naja wir sind in Skandinavien, da kann das schon mal passieren. Zum Glück war es nicht kalt und unter der Markise machte es uns nix aus. Wie wir zusammen packten hörte es auf, so das wir trockenen Fußes weiter konnten. Der Weg führte uns weiter Nordwärts, auch eine Minifähre war wieder dabei. An der Hauptstraße 23 machten wir einen Stopp an der „Kavion Kanava Schleuse“ und Stromschnelle. Echt sehenswert, besonders bei dem schönen Wetter was wir hatten. Ein Lakritzeis musste natürlich auch sein. Nicht jedermanns Sache, aber wir lieben es. Nun ging es in den Ort Vuokatti, der wohl auch bekannt für sein Skigebiet sein soll, auf den Platz „Camping Kattivankkuri Caravan“. Ein relativ großer Platz, schön angelegt und gepflegt. Die Duschen waren für uns etwas gewöhnungsbedürftig, da es nur welche in der Sauna gab. Also Privatsphäre gleich null. Aber man gewöhnt sich an alles. Sollte in Finnland so nicht das letzte mal gewesen sein. Das Bergpanorama um uns herum war einfach nur herrlich.

Tag 6 01.07

So langsam sind wir in der Region angekommen wo die Sonne nicht mehr komplett unter geht, aber zum Glück ist unser Dachzelt so dunkel das es uns nicht stört. Die Sonne hat uns heute wach geküsst und besser kann der Tag mit einem guten Frühstück nicht starten. Vor unserem Urlaub hatten wir uns noch den „Offroad Atlas Skandinavien“ gekauft und heute sollten die ersten Tracks daraus unter die Räder genommen werden. Zuerst fuhren wir den Track 7 der nur knapp 9 km lang, aber sehr schön ist. Dann ging es weiter auf Asphalt Richtung Ranua wo wir vorher noch den Track 14 der 21 km lang ist gefahren sind. Dieser war wirklich richtig schön. Jetzt noch einkaufen, tanken und dann ab auf den nächsten Stellplatz für die Nacht. Dieser liegt direkt an einem Zoo, „Camping Ranua Resort + Huskyfarm“. Wobei es so aussah, dass die Huskyfarm nicht mehr in Betrieb ist.
Schon wieder ging ein Tag seinem Ende zu.

Tag 7 02.07

Heute ging es weiter in Richtung Rovaniemi. Auf dem Weg dorthin fuhren wir noch den Track 17 aus dem Offroad Atlas. Dieser ist knapp 29 km lang und führt über Schotterwege durch die schöne Finnische Natur. Wirklich sehr zu empfehlen. In Rovaniemi haben wir uns den Besuch beim Weihnachtsmann gespart, da wir das vor zwei Jahren schon erledigt hatten. Was auf jeden Fall Pflichtprogramm war, war der Besuch in unserer Pizzeria „Revontuli Saarenkylä“. Für uns mit Abstand die geilste Pizza ever. Nach der Stärkung ging es dann weiter Richtung Inari. Wir fuhren bis zum „Kaks Caravan Park“ bei Saariselkä, wo wir die Nacht verbringen wollten. Der Platz liegt oberhalb von einem Fluss, mit einem tollen Ausblick über die Gegend. Es war nicht wirklich viel los. Hier war auf jeden Fall der Einsatz von unserem Thermacell und von Autan angesagt. Damit bewaffnet konnte man es gut aushalten.

Tag 8 03.07

Die Nacht war sehr entspannt und wäre unser Dachzelt nicht so dunkel, hätte man definitiv eine Schlafbrille gebraucht. Die Sonne geht hier oben zu dieser Jahreszeit ja nicht mehr unter. Wir genossen unser Frühstück mit tierischen Besuch. Es gesellten sich drei Rentiere zu uns, die max. 10 Meter von uns ihr Frühstück zu sich nahmen. Das sind wirklich tolle Erlebnisse. Nachdem wir alles zusammen gepackt hatten ging es dann bis nach Inari, wo wir das Sami Museum besuchten. Direkt gegenüber vom Museum war ein Lapland Shop, wo wir natürlich das ein oder andere Souvenir erstanden. Wer mich kennt weiß das ich natürlich nicht ohne ein neues Messer hier weg konnte.
In Inari selbst füllten wir noch unsere Vorräte auf, wobei wir vor dem Laden von einem lebenden Rentier begrüßt wurden. Das gibt es auch nur in Finnland. Bei herrlichstem Wetter ging es noch zu den Stromschnellen „Jäniskoski“. Echt topp. So nun mussten wir Finnland verlassen und es ging nach Norwegen, bis Lakselv auf den Platz „Camping Fjorduitsikten“. Ein schöner Platz mit guten Sanitäranlagen. Wir genossen die schöne Aussicht und ließen den Abend unter unserer Markise ausklingen. Morgen sollte dann unser großer Tag kommen. Wir waren schon ein wenig aufgeregt.

Tag 9 04.07

Die Nacht und der Morgen waren feucht. Es regnete. Naja kann passieren. Leider mussten wir auch nass einpacken, was natürlich nicht so schön war, aber auch damit muss man klar kommen. Nun ging es los Richtung Nordkap. Auf dem Weg dorthin wurde das Wetter immer besser, die Wolkendecke riss auf und die Sonne kam raus. Um 13 Uhr war es dann soweit wir erreichten das Hauptziel unserer Reise, das „NORDKAP“. Nachdem wir unser Auto abgestellt hatten, machten wir uns auf den Weg zur Kugel. Für uns zwei ein sehr ergreifender und emotionaler Moment. Wir hatten auch extrem viel Glück, es war nicht viel los und wir hatten geiles Wetter. Dann wurden wir von einem Videoanruf einiger Stoapfälzer überrascht, die gerade im Borderland Camping waren und uns per Webcam verfolgt hatten. Tolle Sache, hat uns sehr gefreut. Natürlich haben wir auch die Nordkapphallen besucht und uns mit Souvenirs eingedeckt. Wir hatten uns dazu entschlossen diese Nacht im Hotel „Scandic Nordkapp“ zu verbringen, da wir auch nochmal am späten Abend zur Kugel wollten. Am Nachmittag haben wir in Honningsvåg sehr gut gespeist. Um 21.30 Uhr ging es dann zum zweiten mal zur Kugel. Eine komplett andere Stimmung, da es nebelig/bewölkt war. Also sehr mystisch. Wir fielen glücklich und zufrieden ins Bett.

Tag 10 05.07

Ich glaube die Nacht träumten wir sehr intensiv von unseren Erlebnissen des Tages. So jetzt ging es zum Frühstück, was wirklich keine Wünsche offen ließ. Dazu kam noch, dass wir am offenen Feuer sitzen konnten. Echt genial. Gut gestärkt aber schweren Herzens ging es nun wieder Südwärts, leider. Natürlich mussten noch ein paar Zimtschnecken aus dem Café „Honni Bakes“ (Tipp von Toni und Walter) zur Wegzehrung gekauft werden. Heute war ein bisschen Strecke machen angesagt. Wir fuhren bis „Rotsundelv Camping“. Ein wirklich toller Platz betrieben von einem jungen Norweger, der super freundlich war. Die Sanitäranlagen waren zwar alt, aber sauber. Hier verbrachten wir bei herrlichstem Wetter und Panorama einen schönen und ruhigen Abend.

Tag 11 06.07

Auch heute morgen lachte die Sonne wieder. Es sollte nach Tromsø zur Eismeerkathedrale gehen. Auf dem Weg dorthin durften wir wieder mit zwei Fähren fahren, was uns einige Autokilometer sparte. Die Kathedrale ist schon ein Beindruckendes Bauwerk. Noch einmal den Tank aufgefüllt und einen Hotdog für zwischendurch, dann ging es weiter zum nächsten Übernachtungsplatz. Den ersten den wir angesteuert haben, haben wir genauso schnell wieder verlassen. Hier wollten wir nicht tot über dem Zaun hängen. Obwohl der Tag schon lang war, entschieden wir uns einen anderen Platz anzufahren, was sich als richtige und gute Entscheidung raus stellte. Wir landeten bei „Rostadalen Camping“. Alles o.k. Leider hatte das Wetter sich geändert und in der Nacht sollte noch Regen kommen.

Tag 12 07.07

Zum Glück ist die Vorhersage nicht so schlimm eingetroffen. Es hat zwar die ganze Nacht geregnet, aber alles im Rahmen, und am Morgen hatte es dann auch aufgehört. Heute sollte es dann Richtung Senja gehen. Vom Campingplatz ging es aber erst mal noch zwei Wasserfälle besichtigen. Der erste „Målselvsfossen“ ist schon sehr sehenswert und imposant. Der zweite „Bardufossen“ war leider ohne Wasser, da es vom Kraftwerk gestaut war. Nun hieß es nur noch ab nach Senja und einen Platz finden für zwei Tage. Gelandet sich wir dann auf dem Platz „Fjordbotn Camping“. Ein schöner Platz direkt am Wasser. Leider wie so oft waren die Sanitäranlagen zu knapp dimensioniert, aber relativ neu und vor allem sauber. Ein Restaurant gibt es auch, was wir aber nicht genutzt haben, es war aber immer gut besucht. Wir haben selbst gekocht.

Tag 13 08.07

Da die Wettervorhersage für heute sehr gut war, hatten wir uns dafür entschieden mal einen Tag zu chillen. Es war zwar den ganzen Tag die Sonne draußen, aber der Wind war schon unangenehm. Die Quittung für unsere Entscheidung sollten wir am nächsten Tag bekommen.

Tag 14 09.07

Heute Morgen war es wieder komplett zugezogen und es fing auch leicht an zu regnen. Was extrem schade war, denn heute machten wir die Rundfahrt über Senja. Durch das Wetter bliebt uns natürlich einiges der Beindruckenden Natur verborgen. Schade, aber nicht zu ändern. Manchmal trifft man halt falsche Entscheidungen. Wir haben das Beste daraus gemacht, und ich muss sagen es war trotzdem sehr schön. Die Landschaft, der Rastplatz „Tungeneset“, der Wasserfall „Storfossen“ und die Felsformation „Heart of Stone“. Wir werden sicherlich wieder kommen. Da jetzt für die nächsten zwei Tage das Wetter nicht wirklich besser werden sollte, hatten wir uns für Hotelübernachtungen entschieden. Heute ging es noch bis nach Narvik ins „Hotel Wivil“. Das Hotel ist echt Spitze. Zum Abendessen hatten wir uns das Innlokal „Roots & Flame“ ausgesucht. Das war definitiv eine gute Wahl.

Tag 15 10.07

Ich muss gestehen, dass es auch mal schön ist nicht jeden morgen das Gerödel mit Dachzelt etc. zu haben. Jetzt kam der Knaller. Das Frühstück war der absolute Wahnsinn. So was haben wir noch nicht erlebt. Nachdem wir uns den Bauch voll geschlagen haben, hieß es weiter Richtung Süden. Es ging erst mal bis Skarbeget, wo wir die Fähre nach Bognes nahmen. Leider hatte sich die Vorhersage bewahrheitet und es blieb regnerisch. Die Natur in Nord Norwegen ist trotz allem super schön. Unser nächster Halt sollte das „Polarsirkelsenteret“ sein. Das fehlte noch auf unserer Polarkreis Liste. Es war zwar recht gut besucht, aber trotzdem noch entspannt. Als alle Fotos und Souvenirs im Sack waren, konnte es weiter gehen bis Mo i Rana ins „Hotel Bestwestern Ole Tobias“. Das Hotel war früher eine Bahnstation und genau das spiegelte sich im Hotel auch wieder. Im Speisesaal standen alte Sitzbänke aus Zugabteilen und überall waren Relikte aus vergangener Zeit. Gegenüber vom Hotel ist ein Pizza und Burger Laden, den wir zum Abendessen aufsuchten, was wir auch nicht bereuten.

Tag 16 11.07

Nach einer entspannten Nacht im trockenen und einem sehr guten Frühstück fuhren wir weiter gen Süden. Unser erster Halt sollte das Tor zu „Nord Norge“ sein. Hier trafen wir auf eine Finnische Familie, die uns schon mehrere Kilometer verfolgt hatte und dann zwischenzeitlich verloren hatte. Als sie uns hier wieder getroffen haben, waren sie überglücklich, da sie unbedingt ein Foto von unserem Auto machen wollten. Als ich dann auch noch einen Aufkleber überreichte war der Tag gerettet. Von hier aus fuhren wir noch den Track 111 aus dem Offroad Atlas. Wirklich ein schöner Track der parallel zu der Hauptstraße verläuft. Nachdem wir den Schotter hinter uns gelassen hatten, ging es zum Platz „Selenes Camping“, der direkt am Fjord liegt. Ein echt schöner Platz, der von deutschen geführt wird. Hier hatten wir uns für zwei Nächte eingebucht.

Tag 17 12.07

Heute war ein Tag zum entspannen. Nach dem Frühstück haben ich mal versucht einen Fisch zu fangen, leider ohne Erfolg. So mussten wir auf den Fischverkauf auf dem Platz zurück greifen. Kann man nur empfehlen. Leider mussten wir heute schon unsere Fähre für die Heimfahrt buchen, was natürlich nicht so schön ist. Aber irgendwann muss es ja auch mal nach Hause gehen. Wir hatten den Tipp bekommen, dass man hier in der Dämmerung auf den Feldern Elche sehen kann, also machten wir uns natürlich auf die Pirsch. Was soll ich sagen, wir hatten Glück. 8 Stück sind uns vor die Linse gekommen. Ein total schöner und unvergesslicher Moment, besonders für Yvonne, da sie noch keine in freier Wildbahn gesehen hatte. So konnten wir glücklich und zufrieden ins Dachzelt klettern.

Tag 18 13.07

Nachdem wir heute morgen alles zusammen gepackt hatten, mussten wir auch diesen schönen Platz verlassen. Auf unserem Weg machten wir noch einen Stopp im Pick up Café „Vuddu Valley“ in Åsen. Ich sag mal so, wenn man einmal hier unterwegs ist, kann man das ruhig mitnehmen. Vom Hocker hat es uns jetzt nicht gerissen. Ein Eis musste aber sein. Von hier machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Platz für die Nacht „Kvemann Camping“. Dieser liegt zwar direkt an der Straße, aber auch direkt an einem Fluss. Für eine Nacht mehr als o.k. Zum Glück war das schöne Wetter auch wieder auf unserer Seite.

Tag 19 14.07

Heute stand dann das letzte Highlight unserer Reise auf dem Plan. Zuerst fuhren wir aber mehr zufällig den Track 87 aus dem Offroad Atlas. Dieser ist zwar nur 6km lang, aber sehr schön. Danach ging es dann zu dem silbernen Elch. Das ist die zweitgrößte Elchstatur der Welt. Echt sehr imposant. Diese steht einfach an einem Rastplatz, und man kann sie ohne Eintritt besichtigen. In Deutschland undenkbar. Nun sollte es auf den Platz „Sjøenden Camping“ gehen den wir vor 4 Jahren schon mal besucht hatten und der uns in guter Erinnerung geblieben war. Ein wunderschöner Platz direkt am See. Dieser Abend war dann genau der richtige für eine Zigarre um alles schon einmal ein bisschen Revue passieren zu lassen. Ein bisschen Wehmut war aber auch dabei.

Tag 20 15.07

Es war genau die richtige Entscheidung diesen Platz nochmal anzusteuern. Heute stand nur Meter und die letzten Einkäufe in Norwegen machen auf dem Plan. Wir landeten dann auf dem Platz „Camping Stora Lee“. Der liegt auch direkt an einem See und das andere Ufer war dann schon Schweden. Es war inzwischen wieder so warm geworden, dass wir am Abend mal in den See gesprungen sind. Leider mussten wir feststellen, dass es unser letzter Abend in Norwegen war. Aber es war eine verdammt geile Zeit. Soviel Erlebnisse, soviel Emotionen und soviel Kilometer.

Tag 21 16.07

Ich glaube es war die heißeste Nacht in diesem Urlaub. Es fiel uns schwer alles zusammen zu packen, aber es führte kein Weg daran vorbei. Es ging Richtung Göteborg zur Fähre. Vorher musste natürlich nach ein Halt bei Sibylla sein. Schweden ohne Sibylla geht nicht. Noch ein paar Sachen eingekauft und dann ging es zur Fähre. So gegen 16 Uhr durften wir drauf fahren. Erstmal in die Kabine und danach aufs Sonnendeck. Dort gab es dann ein Kaltgetränk, und wir genossen das schöne Wetter. Ich wäre aber am liebsten wieder runter gefahren. Mir persönlich ist es noch nie so schwer gefallen nach Hause zu fahren. Dieser Urlaub hat seine positiven Spuren hinterlassen, und ich werde auch immer sehr sentimental wenn ich daran denke. Noch schnell unter die Dusche und dann ab zum Buffet. Wir hatten wieder richtig Glück mit dem Wetter und die See blieb auch ruhig.

Tag 22 17.07

Die Überfahrt war sehr ruhig und so konnten wir ausgeruht und nach dem Frühstück gut gestärkt unsere Heimreise von Kiel aus antreten. Natürlich brauchten wir wieder relativ lange, da auf den Straßen wie immer viel Betrieb war. Es hat nur knapp 5 Minuten gedauert und ich hätte zum Mörder werden können. Nur Idioten unterwegs. Nach gut 7 Stunden haben wir dann aber unser zu Hause erreicht. Schlussendlich standen 6.000 Kilometer auf der Uhr, aber jeder davon hat sich gelohnt. So jetzt alles auspacken und erst mal vernünftig ankommen.

Fazit

Wie ich schon am Anfang geschrieben habe, war diese Reise ein großer Traum von uns und wir sind mehr als überglücklich, dass wir uns diesen Traum so früh erfüllen konnten. Es war, und ich glaube ich spreche für uns beide, der mit Abstand schönste, spannendste, emotionalste und erlebnisreichste Urlaub den wir bis jetzt zusammen erleben durften. Natürlich hatten wir mit 3 Wochen und gut 6.000 km auch einen strammen Zeitplan. Ich denke aber, dass im großen und ganzen alles gut funktioniert hat. Vom Wetter her glaube ich, sollten wir uns auch nicht beschweren. Das man hier oben mal mit Regen rechnen muss, sollte jedem klar sein. Insgesamt hatten wir vielleicht vier schlechte Tage. Also ein guter Schnitt. Wir lieben es einfach Skandinavien zu bereisen und inzwischen ist der Norden Skandinaviens zu unserm Favoriten geworden. Ich hoffe ihr hatten Spaß daran diesen Bericht zu lesen und die ausgesuchten Fotos zu schauen. Im Herbst werde ich auch noch ein paar Videos schneiden und dann bei YouTube hochladen. Werde es dann hier bekannt geben.

Viele Grüße von Yvonne und Dirk