Im November

Eigentlich hätte unsere Hüttenwoche ja schon im Januar dieses Jahres stattfinden sollen, leider machte uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Also hatten wir kurzerhand auf die erste Novemberwoche umgebucht, es konnte losgehen! Mit von der Partie waren diesmal Norbert und Stefan und Jeannette, Walter und Toni folgten am Montag nach.

 

Hüttenurlaube dieser Art haben wir ja in den letzten Jahren immer wieder mal gemacht, diesmal fiel unsere Wahl auf den Pfenwerthhof bei Lungötz im Salzburger Land in der Nähe des Dachstein-Gebirges. Für uns war es die erste Tour mit dem neuen Toyota Hilux, der sich super bewährte. Ohne Stau erreichten wir bei bestem Wetter den kleinen Ort Lungötz, am Ende des Dorfes gelangt man über einen steil bergan steigenden Schotterweg zur Hütte.

 

Der Hof ist laut den Besitzern von 1850, in den Innenräumen ist es urig und modern zugleich, außen steht eine Sauna zur Verfügung, jedes Pärchen hatte sein eigenes Zimmer. Ein gemütlicher Kachelofen brachte schnell wohlige Wärme in den Innenraum, aufgrund des schönen Wetters konnten wir sogar noch einen Kaffee draußen genießen!

 

Am Sonntag sind wir nach St. Johann im Pongau gefahren, um die Liechtensteinklamm zu durchwandern. Bei tollem Wetter ist ganz schön was los, und da die Klamm nur einen Weg hin und zurück hat, wird es manchmal etwas eng. Dafür wird man belohnt mit engen, steil aufragenden Felsen, unter einem gurgelt der Bach. Eine Wendeltreppe bietet tolle Ausblicke in die Schlucht, man durchwandert einige Tunnel, bis man bei einem Wasserfall nach ca. einem Kilometer den Endpunkt der Klamm erreicht. Schon sehr spektakulär gemacht, der beste Baumeister ist immer noch die Natur selbst!

 

Über den Pass Geschütt und Gosau sind wir an den Hallstätter See gefahren, wo wir vor einiger Zeit schon mal waren. Wieder hatten wir Glück mit dem Wetter, wieder war so gut wie nichts los. Von den zig tausend Besuchern im Sommer spürt man nichts, der Hallstätter See liegt ruhig wie ein Spiegel vor einem, die vielen kleinen Häuser am Hang und die enge Innenstadt kann man sich in aller Ruhe ansehen. Oben von der Kirche und dem „Beinhaus“ hat man einen tollen Überblick über den See und die dahinter liegenden Berge! Für mich auf Anhieb einer meiner Lieblingsorte.

 

Auf der Hütte haben uns unsere Mädels jeden Abend mit tollen Leckereien verwöhnt, wir haben eine kleine Wanderung in die Umgebung gemacht, Bischofshofen mit seiner Sprungschanze besucht, waren Shoppen in einem Sport-Outlet-Center und haben einen Ausflug über den Pass Gschütt ins Gosau-Tal bis zum gleichnamigen Stausee gemacht. Über Nacht hatte es geschneit, der erste Schnee dieses Jahr!

 

Da es in den höheren Lagen schon weiß war, haben wir einen Ausflug zur Postalmstraße gemacht. Auf der Hochebene und natürlich in den Bergen sieht es schon sehr winterlich aus, der Nebel hatte sich verzogen, umso besser für ein paar schöne Panoramabilder. Fährt man auf der anderen Seite wieder ins Tal, ist man schon fast am Wolfgangsee, also gleich noch einen Abstecher nach St. Wolfgang gemacht. Um diese Jahreszeit ist so gut wie nichts los, leider haben auch die meisten Gaststätten und Cafés nicht geöffnet. Aber schön, mal durch den Ort zu wandern ohne Touristenströme! Unsere nächste Station haben wir in Bad Ischl gemacht, wo alles an ruhmreiche Zeiten, als Kaiserin Sissy und ihr Gatte Franz zu Gast waren, erinnert.

 

So schnell geht eine Woche Hüttenurlaub zu Ende. Am Tag der Abreise kamen unsere sehr netten Vermieter zur Abrechnung und wir konnten die Heimreise antreten. War eine tolle und lustige Zeit, die Woche ist viel zu schnell vergangen! Wir können den Pfenwerthhof mit gutem Gewissen weiterempfehlen, die Mischung zwischen alt und modern findet man hier in einem genau richtigen Verhältnis. Noch dazu ist das Pongau für Ausflüge eine echt lohnenswerte Gegend! (J.K.)