Wildsau-Trophy

08. November

 

Recht kurzfristig erreicht uns eine Mail vom Vorstand der Geländewagenfreunde Obere Vils, nämlich die Einladung zur diesjährigen Wildsau-Trophy. Nach etlicher Durststrecke fand man im Gelände der Fa. Bergler in Troschelhammer endlich wieder mal einen Ort, der für die Austragung der Trophy geeignet schien!

 

Natürlich lassen wir uns das nicht nehmen und schauen da mal vorbei, ist ja nur wenige Kilometer von uns entfernt. Leider haben nicht alle Zeit, da es doch ein wenig knapp war. Als wir kurz vor dem Start ankommen, erscheint die Teilnehmerzahl von 8 Fahrzeugen doch recht überschaubar… Verständlich, denn das ganze war recht kurzfristig, weil die Genehmigungen zur Freigabe wieder mal erst 2 Wochen vor der Trophy erteilt wurden! Da bleibt halt für Werbung im großem Stil wenig Zeit…

 

Wir treffen einige bekannte Gesichter wieder und auch ein paar bekannte Autos und nach einem Kaffee begeben wir uns in die Nähe des Starts, den wir vom Hügel aus beobachten. K. Heuberger gibt mit der Fahne das Zeichen zum Start, die Motoren werden gestartet und es geht rein in den ersten Steilhang. Und der hat es gleich mal in sich! Loses Gestein und Geröll bei einer starken Steigung und wenig Möglichkeit zum Anlaufnehmen, da müssen die Teams schon ganz schön kämpfen! Man braucht Winde und Erdanker, einer schafft es sogar ohne und überwindet den Hügel ohne Hilsmittel – beeindruckend! Nach und nach schaffen es alle, auf der anderen Seite ein Gefälle und sofort darauf wieder bergauf, Schwung holen Fehlanzeige!

 

Der lange Rundkurs über das gesamte Gelände ist sehr anspruchsvoll gesteckt und mit allen Schikanen gespickt, die einem das Leben (und fahren) schwerer machen – aber genau deswegen sind ja alle hier, Zuschauer inclusive. Kaffeefahrten macht man auf der Teerstraße. So kämpfen sich die Teams vorwärts, Winden werden angehängt, Erdanker eingebuddelt, Reifenplatzer wie bei einem Boxenstopp innerhalb kürzester Zeit gewechselt.

 

Mittlerweile kommen doch auch einige Zuschauer, die sich das nicht entgehen lassen möchten und zu sehen gibt’s eine Menge! G. Bergler, der Geländebesitzer und selbst 4x4-Fan, läßt sich auch mal kurz blicken, bevor wir weitergehen, um auch im hinteren Teil des Geländes alles mitzukriegen! Es geht rauf und runter, keine Hügelchen, sondern ausgewachsene Steilhänge. Über Betonteile und weiter durch Schlammlöcher. Wer die meisten Runden schafft, gewinnt…

 

Nach einer Stunde Pause geht es weiter, inzwischen sind doch einige Fahrzeuge etwas mitgenommen und fallen aus. Wir können leider aufgrund anderer Verpflichtungen nicht bis zum Ende bleiben, den Sieg fährt das Team mit dem giftgrünen Prototyp ein.

 

War schön, mal wieder Zuschauer bei der Wildsautrophy zu sein und an der Stelle mal Respekt an die Veranstalter, die sich erfolgreich durch den Behördendschungel gekämpft haben, sich eine Menge Arbeit mit den Vorbereitungen gemacht haben, um so etwas überhaupt möglich zu machen! Und natürlich auch an die Teilnehmer, die wieder mal eine echt gute Show abgeliefert haben! (J.K.)